Blaue Augen – Der Fall der Agenten der Autarkie

Genre: Fantasy, Homoerotik
Status: veröffentlicht,

Blaue Augen bei Amazon

 

Inhalt:

Gay Romance mit expliziten Szenen, eingebettet in eine mittelalterliche Fantasywelt.

Ihr Wort ist Gesetz und wenn sie das Schwert ziehen, fließt Blut: Die Agenten der Autarkie sind für die innere Ordnung des Großherzogtums Souvagne zuständig. Im Netz allgegenwärtiger Intrigen versucht der kauzige Agent Berzan Bovier vergebens, ein bürgerliches Leben mit Frau und Kindern zu führen. Als der hübsche wie unnütze Lehrling Eloy in sein Leben stolpert, ahnt er, woran es liegen könnte, dass ihm dies einfach nicht gelingen will.

Eine innige Liebschaft nimmt ihren Lauf, in der Berzan nach und nach sich selbst verliert. Ein wichtiges Detail übersieht er, das nicht nur ihn selbst in den Untergang zu reißen droht, sondern zu einer landesweiten Katastrophe führt, wenn niemand etwas unternimmt.

Blaue Augen ist Band 1 des Souvagne-Zyklus. Das Buch handelt von den Jahren 152 bis 170 nach der Asche.

 

XXL-Leseprobe

[…]

»Zwei Treffen sind besser als eins. Wann hast du wieder Zeit?«
»Für dich immer, Berzan.« Und damit legte Eloy den Arm um seine Schultern und küsste ihn auf den Mund.
Dass sie all die Zeit über einen seichten Flirt am Laufen hatten, war kein Geheimnis gewesen. Dass Eloy diesen nun konsequent weiterführte, überraschte Berzan allerdings. Er schloss die Augen. Die glattrasierte Haut um ihre Münder rieb aufeinander, ein merkwürdig schönes Gefühl, das Berzan nun erstmalig spürte. Eloy schmeckte nach süßer Vanillemilch. Ein dezenter und gut gewählter Herrenduft umschmeichelte Berzans Nase, als sie sich so nahe waren. Wie von selbst legten seine Hände sich an Eloys Schultern. Wie anders er sich anfühlte als Mariette. Fest und kraftvoll waren seine Arme unter dem Stoff seines kurzen Herbstmantels. Seit seiner Jugend wusste Berzan, dass er sich nach den Küssen und Umarmungen eines Mannes sehnte. Mit Anfang vierzig durfte er nun das erste Mal erleben, wie es war.
Sie verbrachten die Abendstunden im Außenbereich des Restaurants, bis die Sonne hinter den Bergen versank und die Öllaternen angezündet wurden. Jetzt wurde es romantisch im Garten. Sie tranken den ein oder anderen Wein und probierten sich durch das exquisite Menü. Berzan erwischte sich dabei, wie er absichtlich die Zeit des Abschieds hinauszögerte. Eloy war nun kein Auszubildender mehr und wohnte nicht länger bei Mercer. Wo er fortan wohnte, wusste Berzan nicht, vielleicht wieder bei seinen Eltern. Aber er wusste, dass er nicht wollte, dass er dorthin ging. Sie küssten immer wieder, kuschelten und streichelten einander. Beim Schmusen strich Eloy ihm über den Schritt, als wäre er nur aus Versehen mit den Fingern dort hingekommen.
»Du kennst ihn doch«, raunte Berzan zwischen zwei Küssen und sein Glied streckte sich noch weiter. »Fass zu.«
Und das tat Eloy. Unter dem Tisch öffnete er ihm die Hose. Langsam und fest massierte er ihn. Willenlos ließ Berzan seinen Kopf in Eloys Halsbeuge sinken und schloss die Augen. Es war das erste Mal, dass ein Mann ihn auf diese Weise berührte. Anders fühlte es sich an, viel intensiver als bei Mariette. Vielleicht, weil Eloy von seinem eigenen Körper wusste, wie man es richtig machte. Oder er hatte wirklich schon Erfahrung darin, was erklären würde, warum er unverheiratet war. Es spielte jetzt keine Rolle. Berzan schob seine Gedanken beiseite und konzentrierte sich auf die Hand, die ihn liebkoste und auf den Mann an seiner Seite.
An diesem Abend ging er nicht allein nach Hause, sondern überhaupt nicht. Die beiden nahmen sich ein Zimmer im Restaurant, zu dem auch ein Gasthaus gehörte. Sie pellten sich gegenseitig aus der Kleidung. Mit geschickten Fingern führte Eloy Berzans narbige Pranke zwischen seine Beine. Der traute sich und fasste vorsichtig zu. Hart, heiß und mit einer samtenen Haut schob Eloys Männlichkeit sich in seine Hand hinein. Im Gegensatz zu Berzan war er vollständig rasiert. Berzan ließ seine Finger um den Schaft und die weichen Hoden gleiten. Ihm gefiel, was er fühlte.
Als er ihn genug erkundet hatte, reichte Eloy ihm eine Dose mit Fett, die er vermutlich nicht ganz zufällig in seiner ledernen Herrentasche getragen hatte. Das war eine mehr als eindeutige Einladung, die Berzan gedachte, anzunehmen.
Während er etwas von dem Fett nahm, schwang Eloy ein Bein über ihn, so dass er auf seinem Schoß zu sitzen kam. Zittrig tastete Berzan mit den eingefetteten Fingern zwischen den wohlgeformten Hinterbacken entlang, spürte, wie Eloys Körper sich für ihn öffnete und von ganz allein um seinen Finger glitt. Auf und ab rutschte Eloy, leise atmend, während er sich an dem Finger befriedigte, ehe er unvermittelt die Hüfte hob, so dass der Finger wieder herausrutschte. Stattdessen senkte er sich nun auf Berzans Schaft nieder. Ganz langsam, bis er in ihm war.
Berzan spürte vom ersten Augenblick an, dass er es auf diese Weise brauchte. Eloys Körper fühlte sich absolut … richtig an. Wie gut sie ineinander passten, wie sich alles fügte, wie Körper und Seele sich verbanden, als sie eins wurden. Er musste kurz an die Ruspante-Statue denken, an den Glauben der Ledvigiani, in ihnen Harmonie und den Segen Ainuwars zu finden. Nun wusste Berzan, woher dieser Glaube stammte und dass es stimmte. Das hier war nichts anderes als göttlich. Hierfür hatte Ainuwar ihn erschaffen. Er brauchte einen Mann an seiner Seite, einen wie Eloy, der genau wusste, was er wollte und wie er es bekam. Ach, wo dachte er hin, er brauchte nicht irgendeinen, er brauchte genau diesen hier in seinen Armen! Er brauchte Eloy.
Langsam begann Eloy ihn zu reiten. Seine Finger krallten sich in Berzans Rückenmuskulatur und sein hartes Glied stupste bei jedem Hüftschwung gegen den schwarz behaarten Bauch. Berzan ertappte sich bei dem Gedanken, dass er es gern noch auf andere Weise spüren wollte. Er wünschte ihn sich ganz und gar.
Vielleicht sah Eloy ihm sein Verlangen an. Bevor einer von beiden kam, stieg er von ihm, zog ihn mit sich hinunter auf die Matratze und legte sich hinter ihn. Berzan regte sich nicht, als er ihn Haut auf Haut hinter sich spürte. Eloy hantierte mit der Dose, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder ihm zuwandte. Eloys Finger begann ihn zu erforschen, erst außen, dann innen. Vor Erregung wurde Berzan schwindelig. Diese Massage war das Intensivste, was er je gespürt hatte. Er lag ganz still da und ließ seinen Liebhaber alles tun, wonach ihm verlangte. Als Eloy schließlich in ihn eindrang, schob Berzan sich ihm ergeben entgegen. Er war Wachs in seinen Händen.
Verdammt, ging es ihm durch den Kopf, Mercer hatte Recht.
Er wollte nichts anderes mehr, als in Eloys Armen zu liegen und nie wieder aufzustehen. Sie liebten sich die ganze Nacht.
Und es blieb nicht bei dieser einen. Wann immer sich ihnen die Gelegenheit bot, genossen sie die Stunden zu zweit, sei es beim gemeinsamen Spazieren, Essen, Baden oder mehr, ehe sie in ihr Leben bei Mariette zurückkehrten. Sie ahnte nichts davon, was die beiden Männer ohne sie taten und falls doch, behielt sie ihre Gedanken für sich.

Hier geht es weiter!